Москва́ - zurueck nach Deutschland

Mein Flug richtung Deutschland sollte Sonntag Mittag 12.40h fliegen, weshalb ich dummerweise schon gegen 9h meine Wohnung verlassen musste, weshalb ich wiederrum schon gegen 7.00h aufstehen musste (schliesslich musste ich noch so ein Bloedsinn machen wie mein Bettzeug waschen usw), weshalb ich Samstag Abend leider leider nichtmehr wirklich weggehen konnte und wir meinen Moskauaufenthalt mit einigen Cocktails am neuen Arbat abschlossen.
Gegen 1h nahm ich die letzte Metro und war guter Hoffnung, relativ frueh ins Bett zu kommen... Jedoch lies mich der Gedanke ob Johnny, seinen Sturz von der Klippe bei O.C. California ueberlebt hat nicht in Ruhe, weshalb es dann doch spaeter wurde (schliesslich musste ich mir die Episode dann doch anschauen).. Dementsprechend war es keineswegs ein glueckliches Erwachen Sonntag morgen nach 4 Stunden Schlaf und die Aussicht auf zwei weitere Stunden waschen und aufrauemen in meiner Wohnung verbesserte meine Laune auch nicht.
In mir kam langsam dieses (zumindest fuer mich) typische Gefuehl auf: Eigentlich will ich nicht weg von diesem Ort, jedoch ist klar, dass ich leider leider nicht bleiben kann, weshalb ich so schnell wie moeglich weg wollte...
Genau das war auch Sonntagmorgen der Fall. Nachdem ich die Wohnung mit der ueblichen russischen Verspaetung gegen 9.20h verlassen hatte, konnte ich es nicht erwarten endlich zum Flughafen zu kommen und nach Hause. Aber der ebenfalls typisch russische Verkehr liess allein meine Taxifahrt nach Domodedova (= der Flughafen suedoestlich von Moskau) zwei Stunden dauern. Dort angekommen durfte ich mich erstmal in die Schlange einreihen um ueberhaupt in den Flughafen reinzukommen - hier ist es ueblich mit Metalldetektoren durchsucht zu werden. Anschliessend Schlange stehen um mein Gepaeck abzugeben und Schlange stehen um, mittels Reisepasskontrolle, in den ersten Sicherheitsbereich reinzukommen. Dort wiederrum durfte ich ein weiteres mal Schlange stehen um noch einmal meinen Pass kontrollieren zu lassen und langsam wurde ich auch nervoes, da es nur noch 40 Minuten bis Abflug waren und ich nichteinmal durch die Personenkontrolle war. 20 Minuten vor Abflug (und durchaus schon seeeehr nervoes, den Flieger zu verpassen) kam ich endlich zur Personenkontrolle und genau 5 Minuten vor Abflug stand ich letztendlich an Gate 9 um endlich endlich nach Hause zu fliegen.
Dort angekommen durfte ich jedoch feststellen, dass ich auf alles haette scheissen koennen, da es irgendein Problem gab, weshalb das Gate nichteinmal offen war. Olé russicher Flughafen, keine Durchsagen - keine Informationen.
Nach weiteren 15 Minuten warten oeffnete sich auf magische Weise das Gate und wir konnten immerhin zum Bustransfer laufen, der uns auch nach weiteren endlosen Minuten des Wartens zum Flugzeug brachte.
Aber immerhin war es nun geschafft, fast 4 Stunden Flugzeit und somit erholsamer Schlaf lagen vor mir. In mir keimte die leise Hoffnung auf, dass das Flugzeug vielleicht nicht all zu voll ist und ich mich auf mehr als einem Sitz breit machen darf oder wenn das nicht, ich zumindest einen Fensterplatz habe um mich anlehnen zu koennen.
Aber natuerlich, ihr koennt euch denken, so wie mein Tag angefangen hat so ging er weiter. Nix da mit halbleeren Flugzeug, bis auf den letzten Platz besetzt und zur Kroenung hatte ich auch noch einen Platz in der Mitte erwischt. Keine Moeglichkeit zum anlehnen und zwei wildfremde Menschen neben mir.
Ohne jetzt unangemessen gemein sein zu wollen, das waren nicht irgendwelche Menschen. Sondern zwei russische Maenner.
Zu meiner linken, Typ A: Dicker reicher russischer Geschaeftsmann, ausgestattet mit Blackberry, Iphone und Ipad, plus praktischer Nakenstuetze fuer Vielflieger, ist scheinbar der Meinung die ganze Reihe fuer sich gepachtet zu haben, denn er nahm ab der ersten Sekunde nicht nur seine sondern auch meine Armlehne in Beschlag - Vielen Dank.
Zu meiner rechten, Typ B: Kleiner hagerer Typ, an sich nicht ubel, war jedoch erkaeltet oder was auch immer, weshalb er in einer Tour vor sich hin hustete (schoen geraueschvoller, produktiver Husten) oder wahlweise seine Nase hochzog (keine Ahnung ob ihm der Gebrauch von Taschentuechern fremd war) - also ebenfalls nett.
So begannen also die unbequemsten und laengsten 4 Stunden Flug meines Lebens.. Wohlgemerkt waren es nichtmal vier Stunden sondern mehr. Nachdem ich mich naemlich meinem Schicksal wiedermal ergeben hatte und zwischen den beiden Maennern Platz nahm dauerte es noch eine halbe Ewigkeit bis wir tatsaechlich, mit 50 Minuten Verspaetung, den Boden verliessen.
Immerhin blieb mir jedoch noch die Hoffnung auf das Flugzeugmittagessen, das direkt schon zu Beginn in gebrochenem Englisch angekuendigte wurde, wohlbemerkt, ich habe wirklich etwas fuer Flugzeugessen uebrig.
Als es dann endlich soweit war, war die Enttaeuschung gross:
Menue A: Rice and chicken
Menue B: Pasta and fish
'U got something vegetarian?' 'Net'

Na super.. Statt lecker lecker Mittagessen bekam ich also die Flugzeugeigene Lunchbox bestehend aus einer Ecke Schwarzbrot, einem trocknem Broetchen, einem Stueck Butter, Kaese und Oekokeksen - jippie. Zu allem uebel entschieden sich meine Sitznachbarn fuer Menue B, was mir dank Fischgeruch selbst das beste Stueck Brot versaut haette..

lecker lecker


Aber ob ihrs glaubt oder nicht, selbst der schlimmste Flug geht irgendwann vorbei - nachdem wir sogar halbwegs puentklich gelandet waren, eierten wir noch fast eine weitere Stunde, ohne erkennbaren Grund auf dem Rollfeld herum, und auch die Passkontrolle dauerte ewig.
Jedoch sah ich zu guter letzt gegen 16h meine Mama & meine Schwester, die mich vom Flughafen abholten und keine Stunde spaeter endlich auch mein wunderbare gruenes, so im Kontrast zu Moskau stehendes Heimatdorf. Ende gut - alles gut.

Москва́ - Der Kreml


Nach fast drei Monaten in Russland, habe ich es am Dienstag endlich geschafft den Kreml zu besichtigen. Wohlbemerkt ist der Kreml nicht etwa der rote Platz oder die Kirche, die auf selbigen steht, sondern das daran angrenzende Gelaende, in dem sich verschiedene Kirchen sowie der Amtsitz Putins befinden. Ich erwaehne das nur noch mal extra, da es mich einige Zeit gekostet hat, bis ich das mal gerafft hatte.
Mehr Infos wie immer auf wikipedia: Moskauer Kreml

Nach dem ich mich erstmal verirrt hatte (und das aufm Weg zum roten Platz den ich schon hundert mal unfreiwillig ‚gefunden’ hab – ja ohne Orientierung sieht man mehr von der Welt) traf ich mich mehr oder minder puentklich mit meinem Begleiter Freddie um unser Vorhaben, endlich den Kreml zu sehen in die Tat umzusetzten.

Da ich mich wenigstens vorher ein bisschen infomiert hatte, machten wir es wie in den Touri-guides empfohlen auf den weg und wollten unsere Ruecksaecke samt Kamera im Alexandergarten abgeben, da fotografieren, filmen usw im Kreml selbst eh verboten ist. Komischerweise wurde Freddies Rucksack (fuer russische Verhaeltnisse) freudestrahlend entgegen genommen, waehrend sie mir selbiges,  meiner schwarzen Riesentasche, in der ich ohne Probleme ein Kleinkind verstecken koennte , verwehrten… Naja nicht mein Problem, dacht ich mir, nehm ich Kamera, Handy und alles halt einfach mit rein.

Naechste Station war das Ticketcenter, dort hatte man die Moeglichkeit zwischen vier verschiedenen Kremltickets zu waehlen. Leider war das ‚normale’ Ticket, welches im Reisefuehrer empfohlen war, trotz englischer Uebersetzung der Preise und Touren nicht aufzufinden, weshalb wir all unseren Mut zusammen nahmen und bei der typisch muerrisch schauenden Kassiererin zwei ‚normale’ Tickets auf russisch zu orderten.
Erfreulicherweise verstand die werte Dame sogar was wir von ihr wollten, lediglich der Preis schockte uns ein wenig, denn mit 700 Rubel (also knapp unter 20€) pro ticket lag das ganze ein wenig ueber dem im Reisefuehrer angegebenen Preis, aber was zahlt man nicht alles um eine der meistbesuchten Touriattraktionen Russlands zu sehen.

Nach einigen Minuten Fussmarsch kamen wir schliesslich unserem Ziel, dem Kreml, naeher, lediglich die obligatorische Taschendurchsuchung und Metalldetektorenkontrolle trennten uns von dem, was uns hinter den hohen roten Mauern erwartete.
Ich weiss, ihr erwartet jetzt, dass ich Probleme mit meiner Handtasche (und sich darin befindender kamera) hatte, aber nein nichtmal das hat die werten Herren der Security interessiert. Unser Problem offenbarte sich erst circa zwei Minuten spaeter. Wir betraten den Kreml und wollten gerade los um das weitlaeufige Gelaende und dessen Kirchen zu erkunden, als wir circa 100 Metern spaeter nach unseren Tickets gefragt wurden. Uns in Sicherheit wiegend, die teuerste Version und somit vermutlich ein Rund-um-sorglos Ticket zu besitzen, zeigten wir also unsere Karten vor, um anschliessend erklaert zu bekommen, dass wir das Gelaende nicht betreten duerfen, da wir lediglich Tickets fuer die Schatzkammer gekauft haetten, die wir 16.30h betreten duerften..

Na super, den ganzen Stress um sich jetzt ein bisschen ollen Schmuck anzuschauen. Waere ich allein gewesen haette ich mein Schicksal wohl so angenommen und bei naechster Gelegenheit jeden erzaehlt, wie scheisse der Kreml doch war, Freddie jedoch wollte das ganze nicht so hinnehmen, weshalb wir postwendend den Kreml wieder verliessen und zurueck zum Ticketoffice gingen. Dort angekommen erklaerten wir der werten Dame mehr schlecht als recht, jedoch verstaendlich, dass sie uns die falschen Tickets verkauft hatte und wir diese doch gerne umtauschen wuerden. GROSSER FEHLER! Man kann es sich fast denken, bei der Laune die sie schon bisher an den Tag gelegt hatte: unsere kleine dicke Kassiererin flippte aus und erklaerte uns ziemlich deutlich, dass sie uns vorher extra gefragt haette wohin wir wollen und wenn wir schon in ihrem Land sind, gefaelligst Russisch sprechen sollen.
Nun denn, hoeflich wie ich bin hab ich zu alledem nichts gesagt (freddie hat das ganze mit englischen fluechen uebernommen), jedoch bleibt mir nur zu sagen: Augen auf bei der Berufswahl. Wie zur Hoelle kann man an eine der groessten Touristenmagneten Russland eine Frau setzen die a) kein Wort Englisch spricht b) absolut unfreundlich ist und c) mehr oder minder auslaenderfeindlich?
Nichtsdestotrotz hat sie und letztendlich die Karten umgetauscht und wir konnten unsere Tour beginnen.
Und solang es nicht IN den Kirchen war, durfte man sogar fotografieren :)

Falls sich jemand tatsaechlich fuer die Kirchen interessiert: wenn ihr auf die Namen klickt kommt ihr zu den entsprechenden Wiki-Artikeln

Mariä-Entschlafungs-Kathedrale

Mariä-Verkuendigungs-Kathetrale

Erzengel-Michael-Kathedrale


Glockenturm Iwan der Grosse

Die Zarenglocke: Eine der groessten und schwersten erhaltenen Glocken der Welt

Die Zarenkanone: Man hats hier mit dem Groessenwahn..


rechts sieht man den staatlichen Kremlpalast

und noch ein unbedeutender aber netter Brunnen aus dem angrenzenden Park

Wie hinkommen?
Metrostation Okhotny Ryad (Охотный ряд) - Ausgang Richtung Roter Platz (Красная площадь)
Tickets sowie Gepaeckraeume gibts im angrenzenden Alexandergarten. 
Gibt Rabatt mit Studentenausweis, ansonsten Gepaeck: 7 Rubel, Tickets 350-700 Rubel (je nachdem was man anschauen mag) - wir hatten letztendlich das Ticket fuer 350 Rubel, welches Zutritt zu allen Kirchen und dem Park im Kreml bedeutet.
 

Москва́ - Erfolgserlebnis des Tages

Da mir mittlerweile weniger als sieben Tage in Moskau verbleiben und ich nach dem Besuch meiner Mum doch feststellen musste, wie wenig Touri-Sachen ich bisher gemacht habe, habe ich mir fuer die letzte Woche einen Plan gemacht was ich mir noch alles anschauen muss.
Eigtl stand heute der Moskauer Zoo auf meinem Plan, jedoch musste ich nach einem Blick in den Reisefuehrer feststellen: Der hat Montags geschlossen. Dann halt eben nicht. Meine Alternative war, endlich den Kreml anschauen, da ich das peinlicherweise in fast drei Monaten immernoch nicht gemacht habe.
Also machte ich mich nach Schulschluss erstmal auf, Richtung 'Schokoladnizza' (die russische, viel bessere Version von Starbucks) um dort ne Kleinigkeit zu essen um anschliessend mit der Metro Richtung roten Platz zu fahren.. Leider fiehl mir schon beim umsteigen auf, nicht nur, dass ich unglaublich muede bin (weil das bloede Deutschlandspiel gestern sooo lange gedauert hat, bedenkt die Zeitverschiebung!) und ich zudem das falsche Schuhwerk gewaehlt habe um stundenlang durch eine Mischung von Park- und Kirchengelaende zu laufen, nein mein groesstes Problem war meine Motivation. Nachdem ich mir am Samstag schon die Christie Erloeserkirche angeschaut hatte und zudem die typisch russischen Orthodoxen Kirchen schon zur genuge aus Suzdal kenne, konnte ich einfach nicht meinen inneren Schweinehund ueberwinden um mir tatsaechlich den Kreml anzuschauen (vllt schaff ichs ja Morgen oder am Mittwoch). Was mach ich also? Genau, umdrehen und nach Hause fahren.
Dort angekommen, die uebliche Angewohnheit, erstmal Facebook checken um dort folgende Statusmeldung von einem Bekannten vorzufinden, der ebenfalls in Moskau wohnt:

'Had a dream in Russian last night! Didn't understand all of it though... Even my subconscious speaks better Russian than I do :('

Wenn man sowas liest kommt schon ein gewisser Neid auf... Russisch traeumen waer ja fuer die sprachliche Entwicklung ein echt gutes Zeichen...
Nach 10 Minuten Leute stalken hatte ich dann auch genug und beschloss den mangelnden Schlaf von gestern Nacht nachzuholen. 
Dreimal duerft ihr raten was passiert ist? genau, Ich hab auch auf russisch getraeumt :)
Und auch wenns keinen interessiert muss ich jetzt natuerlich auch erzaehlen was: Ich war mit zwei Freunden aus der Sprachschule beim Friseur, wo wir versuchten fuer uns einen Termin auszumachen. Das uebliche (also sehr realitaetsnahe) heck-meck, mit 'was hat sie jetzt gesagt?', 'Meint sie wirklich das und das?' - aber immerhin hat die Friseurin in meinem Traum russisch gesprochen. Das einzige komische, scheinbar war sie nebenberuflich Lehrerin, da sie unser russisch mit grosser Freude korrigiert hat. Aber was solls, Erfolgserlebnis fuer heute gehabt!
Jetzt geh ich bald Fussball schauen und pflege die leise Hoffnung morgen nicht ganz so muede wie heute zu sein!

Москва́ - second hand

Nach laengerem Suchen, habe ich es letztendlich dank moscow.inyourpocket.com einen Second Hand Laden in der Naehe der Metrostation 'Kitay-Gorod' gefunden. Der Weg dort hin war dank google nicht allzu schwer  zu finden (auch wenn der Laden sich quasi in einem Hinterhof befand) und auch im Laden selbst wurde ich positiv uebrrascht. Die Auswahl an Kleider, Roecken und Blusen wurde lediglich von der riesigen Auswahl an Schmuck uebrtroffen. Zudem gab es einige Paar Schuhe, sowie Handtaschen und auch kleinere Einrichtungsgegenstaende.
Preislich fingen Klamotten bei ca 10€ (also ~ 400 Rubel) und der Schmuck bei 5€ (also ~ 200 Rubel) an. Nach oben hin waren zwar keiner Grenzen gesetzt, aber ein Grossteil der angebotenene Sachen war immerhin erschwinglich.
Wenn man sich schliesslich durch die Berge an Klamotten und Accessoires gewuehlt hat und mit hoffentlich erfolgreich getaetigtem Einkauf den Laden verlaesst kann man direkt nebenan im Cafe 'Prosto Tak' einen Kaffee geniessen und sich zusaetzlich die vielen Dingen anschauen die dort zum Verkauf angeboten werden. Mir kam das ganze wie eine Mischung aus Souvenirladen (aber nicht der uebliche Kram!!!) Geschenkartikel und Einrichtungsgegenstaenden vor - ebenfalls sehr zu empfehlen!











Das Schild sieht man schon von der Strasse aus.
 





Adresse:
г. Москва, м.Китай-город, выход из метро
в сторону Солянского проезда.
ул.Забелина, д.3/7.
с 13.00 до 22.00  без выходных
тел.магазин: (985)189-2238
88@vintage-x.ru


Weitere Infos zum Second-Hand-Laden findet ihr auf www.vintage-x.ru oder auf moscow.inyourpocket.com.

Москва́ - rainy day

Samstag morgen, nach mehreren Stunden Regen hatte es endlich halbwegs aufgehoert und ich war auf dem Weg, um mich mit Mama & Jutta zu treffen, die gerade in der Stadt waren.
Folgendes Problem ist mir dann begegnet, als ich unter der Bruecke beim Bahnhof Belorusskaya durchwollte:

video




und das ganze nochmal von oben



Москва́ - EM im Gorkypark



 Letzte Woche war es endlich soweit – die EM ging los. Wie man es von Deutschland kennt, gibt es auch hier die Moeglichkeit das ganze gemeinschaftlich anzusehen, beispielsweise auf der Fanmeile im Gorkypark. Als es dann Freitag Abend soweit war, dass Russland (gegen Tschechien) spielte, entschlossen wir uns genau dort das Spiel zu schauen.
Man muss sich die Fanmeile am Gorkypark vorstellen, wie ein extra abgesperrter Bereich, in den man nur nach den ‚ueblichen’ Sicherheitsmassnahmen (Tasche wird durchsucht, Metalldetektoren…) reinkommt. In diesem abgesperrtem Bereich gibt es, Sitzmoeglichkeiten, sowie Bier- und Essensstande. Zudem gibt es dort einen weiteren Bereich, dort befindet sich eine Tribuene plus der Grund warum die Leute herkommen: Ein grosser screen auf dem die Spiele ubertragen werden.


Anfangs war es einerlei ob man sich in dem Ess/Sitzbereich aufgehalten hat oder eben beim screen, jedoch begann man ab einem gewissen punkt, die Leute mit Bier und Essen nichtmehr in den zweiten Bereich (mit dem Screen) reinzulassen, sodass man vor der schweren Entscheidung stand: Essen, trinken oder Fussball schauen?!
Unsere Theorie dazu: Der liebe russische Staat moechte ein wenig auf seine lieben Mitglieder aufpassen und achtet deshalb darauf, dass selbige nicht zu betrunken werden (Indem man frueh aufhoert Bier zu verkaufen und den Leuten mit Bier Nachteile >> kein Spiel sehen koennen, verschafft). Denn man kennt sein Volk ja, viele betrunkene Russen auf engem Raum koennen bei einem gewonnen (oder auch verloren) Spiel nicht nur zu Glueckgefuehlen fuehren.


Nachdem wir die Euphorie beim Eurovision Song Contest gesehen haben, waren wir uns eigentlich sicher: Sollte Russland heute gewinnen, wird das Land Kopf stehen.
Unglaublicherweise haben wir uns aber getaeuscht, die Freude an den vier geschossenen Toren wurde von mal zu mal verhalten und nach Ende des Spiel verliessen die vielen nicht-betrunkenen Russen gesittet den Gorkypark und nahmen die letzte Metro nach Hause.
Ich bin ja mal gespannt ob das die ganze EM ueber so verhalten bleibt..


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Das Maedchen, dass sich im Vordergrund so freut ist uebrigens nichmal Russin :) 

Москва́ - The Prodigy // Unleashed


'Smack my bitch up'

Seit ungefaher Mitte Ende April war mir bekannt, dass am 31.5. und 1.6. ‚The Prodigy’ eine meiner absoluten Lieblings-Livebands in Moskau auftreten werden. Fuer mich war sofort klar, ich muss dahin, mit allen Mitteln.
Jedoch stellte sich das ganze als gar nicht so einfach herraus. Die ersten fuenf Leute, die ich fragte kannten oder mochten Prodigy nicht – ist wohl doch mehr so ein Deutsch/Britishes Phaenomen. Nach langem suchen lernte ich auf einer Party endlich jemanden aus Wales kennen, der zum passenden Zeitpunkt in Moskau war, Prodigy kannte, mochte und sogar mit mir dahin gehen wollte. Einziges Problem: Meine Sympathien fuer selbige Person hielten sich leider in Grenzen, weshalb ich zwar immer noch seine Nummer in meinem Handy gespeichert, jedoch bis zum heutigen Tag kein Gebrauch davon gemacht habe.
Aber das Schicksal war gnaedig mit mir, irgendwann lernte ich Freddie kennen: Englaender mit der selben Vorliebe wie ich fuer the Prodigy. Wir machten aus uns Karten zu holen und zusammen hinzugehen. Eine Woche vorher kam dann der Rueckschlag: Wie uns breits bekannt war musste Freddie einige Tage zurueck nach London um sein Visa zu verlaengern, aus diesem ‚Tagen’ wurden letztendlich Wochen und die bittere Erkenntnis kam auch irgendwann auch in meinem Hirn an: Mein perfekter Konzertpartner wird nicht mit mir kommen koennen.
Langsam aber sicher gab ich meinen Ich-moechte-zu-prodigy-koste-was-es-wolle-plan auf. Allein in Moskau auf einem riesen Konzert – das muss nicht sein.
Montag morgen geschah es dann aber: Die Franzoesin aus meinem Russischkurs haute mich an, dass ich doch vor Wochen mal von dem Prodigykonzert gesprochen haette. Ob ich hingehen wuerde, wann es waere und mit wem. Nachdem ich ihr mein Leid geklagt hatte wurde schnell klar, WIR wuerden zusammen dort hingehen und dieses mal klappte wirklich alles.
Sarah kaufte Dienstag Abend die Karten und Donnerstag Abend ging es los. Wie erwartet war das Konzert (nach dem ersten Lied, an dem der Sound scheisse war) grandios. Zwar waren die Sicherheitsvorkehrungen ein wenig schaerfer als gewohnt (Metalldetektoren, Drogenspuerhunde…), dafuer aber auch die Leute umso ausgeflippter. Um das ganze noch perfekt zu machen, hat Sarah (die zufaelligerweise Fotografin von Beruf ist) an diesem Abend auch einige Fotos gemacht, die ich hier veroeffentlichen darf.





 

UNLEASHED

  


Here's some pics taken at Stadium Live (Moscow) where performed the Prodigy on the 31st of May, and that I wanted to share with you guys. Not because they're great – they're as fucked up as I was that night, but I like them anyway for they were taken on one of my last nights in Russia, and it has really been a lot of fun. The pics actually truly reflect the way that was the world that night: colourful, blurry and жарко.

There's no pics of the Prodigy here – was too far, too drunk, and somehow, I've reached that boring point were most performing bands look just the same in my camera viewer (btw Keith, don't forget to thank Maxim who did all the job on stage). But once again, I've been amazed by the Russian audience: free, mad and so alive compare to jaded people from the west. Unleashed.

Thanks to the lovely Shanna which I had so much fun with; thanks to Kyrill and Roman who dealt brilliantly with a пьяная Banshee; sorry Olya for bringing chaos to your flat.

Banshee. 






 THANKS TO SARAH FOR THESE GREAT PICTURES!!! 
 
 

 see:
http://sacredlife-photoblog.blogspot.fr/ 
https://www.facebook.com/bansheeandd